In San Carlo ist die Straße dann zu Ende und wir sind in die Seilbahn nach Robiei umgestiegen.
Donnerstag, 18. August 2011
Vom Maggia-Tal zur Hütte Cristallina
Wenn man das Maggia-Tal mit dem Motorrad hochfährt, kommt man durch eine wildzerklüftete Landschaft, mit winzigen Dörfern aus Granit, die vor 500 Jahren wohl auch nicht anders aussahen als heute.
In San Carlo ist die Straße dann zu Ende und wir sind in die Seilbahn nach Robiei umgestiegen.

In San Carlo ist die Straße dann zu Ende und wir sind in die Seilbahn nach Robiei umgestiegen.
Samstag, 13. August 2011
Tessin
Nach einer Nacht bei Stefans Bruder Martin in Brig, sind wir dann über den Simplon-Pass zurück auf die Alpensüdseite.Der Sommer ist zurück! Im Wallis hatte es in der Nacht davor Schnee bis auf 2000m gegeben!
Plötzlich waren wir wieder in Italien - und nach einer kurzen Fahrt durchs Cento Valle wieder in der Schweiz, diesmal unter Palmen und tausenden von Touristen. Im Tessin spricht man Italienisch, muss aber mit Franken bezahlen.
Wir übernachteten an der Maggia, dem Maggifluss, in Losone, obwohl Stefan nie wieder hierher kommen wollte, musste er hier doch seinen Militärdienst ableisten.
Wir haben einen faulen Tag gemacht und an der Maggia und am Lago Maggiore entspannt.

Das Wasser in der Maggia sieht aus wie Götterspeise, ist aber eiskalt, da vom Gletscherwasser gespeist.
Plötzlich waren wir wieder in Italien - und nach einer kurzen Fahrt durchs Cento Valle wieder in der Schweiz, diesmal unter Palmen und tausenden von Touristen. Im Tessin spricht man Italienisch, muss aber mit Franken bezahlen.
Wir übernachteten an der Maggia, dem Maggifluss, in Losone, obwohl Stefan nie wieder hierher kommen wollte, musste er hier doch seinen Militärdienst ableisten.
Wir haben einen faulen Tag gemacht und an der Maggia und am Lago Maggiore entspannt.
Lago Maggiore bei Ascona.
Donnerstag, 11. August 2011
Visp
Mit dem Autoverlad vom Kandersteg sind wir dann nach Goppenstein ins Wallis mit dem Zug gefahren. Ein paar verwirrte belgische Motorradfahrer kapierten nicht, das die Fahrt durch den Tunnel nur eine Viertelstunde dauert und guckten entsprechend verwirrt, als wir mit unserem Töff (schwitzerd. für Motorrad) in den dafür reservierten Waggon fuhren: sie mussten die Fahrt noch einmal hin- und zurück machen.
Nach wie gesagt 15 Minuten ist man dann im Wallis und Stefan hat mir gezeigt, wo er herkommt:
Visp
Visp von oben
Visp wird beherrscht von der chemischen Industrie - und das ist auch zu riechen - hat aber neben einem hässlichen Industriegebiet, was sich durch das halbe Tal zieht, einen schönen, mittelalterlichen Altstadtkern.
Mitten durchs Wohngebiet geht wohl erst seit neuestem eine Schnellstrasse und Stefan wundert sich, dass man neben dem Haus in dem er aufwuchs die Berliner Mauer wieder aufgebaut hat.
Im Hintergrund: die Mauer
Vorne. unsere Schatten
Nach wie gesagt 15 Minuten ist man dann im Wallis und Stefan hat mir gezeigt, wo er herkommt:
Visp
Visp von oben
Visp wird beherrscht von der chemischen Industrie - und das ist auch zu riechen - hat aber neben einem hässlichen Industriegebiet, was sich durch das halbe Tal zieht, einen schönen, mittelalterlichen Altstadtkern.
Altstadt
Mitten durchs Wohngebiet geht wohl erst seit neuestem eine Schnellstrasse und Stefan wundert sich, dass man neben dem Haus in dem er aufwuchs die Berliner Mauer wieder aufgebaut hat.
Im Hintergrund: die Mauer
Vorne. unsere Schatten
Mittwoch, 10. August 2011
Käse und Schokolade
Düdingen liegt in der Nähe von Fribourg und dort wohnt Stefans Schwester Therese.
Mit Therese haben wir das Schokomuseum in Broc besucht.
In einer Mischung aus Geisterbahn und Disneyland wird man dort gruppenweise durch die Geschichte der Schokolade geschleust, bis man in der Neuzeit anlangt und die moderne Produktion hinter einer Glaswand bewundern kann.
Das Beste zum Schluss: Die Probiertheke! Man darf sich durch die gesamte Produktpalette durchnaschen.
Ich kann mich gar nicht entscheiden.
Therese ist skeptisch...
| Nach Gruyères gehts nur zu Fuß, den Berg hinauf |
Anschließend noch einen Blitzbesuch in Gruyères gemacht, wo wir dann von Schokolade auf Käse umschwengten.
Gruyères ist eine Burganlage auf einem Berg. Superputzig mittelalterlich und vor Käsefondue fressenden Touristen kaum zu ertragen, wäre oben am Schloss nicht die tolle Giger-Bar, nebst Museum.
Giger, ein Schweizer Künstler, schuf die Ausstattung und das Monster für Alien 1, was man seiner Bar auch ansieht.
| In der Giger-Bar |
Prost, Therese!
Die Schweizer haben einen Geranienfimmel!
| Fribourg |
Freitag, 22. Juli 2011
Schweizer Kanton mit drei Buchstaben
Nach zwei Tagen Schaffhausen sind wir ueber Winterthur in den Kanton der Schweiz gefahren, den viele aus dem Kreuzwortraetsel kennen: URI
In Uri gibts den wunderbaren Vierwaldstaetter See, die Ruetli-Wiese, wo damals die Schweiz beschworen wurde und Wilhelm Tell:
Mehr Schweiz geht nicht!
Auf dem Weg dorthin kommt man Winterthur vorbei. Dort gibt es ein tolles Fotomuseum. Zur Zeit werden da Fotos von Ai WeiWei ausgestellt.
Das wollten wir uns angucken.
Ab dann: Regen, Regen, Regen...
Irgendwie haben wir viel Regen, seid wir in der Schweiz sind. Zuerst ging es noch, aber irgendwann stand das Wasser zentimeterhoch in den Stiefeln und wir waren mal wieder nass bis auf die Unterwaesche. Zum Glueck konnte Stefan mit seinem Wespenstich noch genauso gut Motorradfahren, wie sonst auch und wir erreichten im letzten Tageslicht (und stroemenden Regen) unsere Unterkunft: Eine kleine Jugendherberge ueber dem Vierwaldstaetter See, die Ruetli-Wiese um die Ecke.
Der Schluessel lag, wie verabredet, in seinem Versteck und wir hatten eine alte Almhuette fuer uns ganz alleine! War aber auch nachts ganz schoen spooky so zwischen Wald und See, Nebel und Regen.
Am naechsten Tag immer noch: Regen, Regen, Regen... Am Nachmittag kamen dann zwei junge Pilger, seid vier Tagen auf dem Jakobsweg, unterwegs nach Santiago de Compostella, vier Monate haben sie noch vor sich. Beinhart, wie Pilger wohl so sind, teilten sie sich abends eine Dose Ravioli und gingen um 8 schlafen. Heute morgen um 6 waren sie schon wieder auf dem Weg.
In der Jugendherberge
Auch die Transzendentale Meditation findet den Vierwaldstaetter See schoen und hat sich bereits 1972 ein altes Grand-Hotel an einem der spektakulaersten Aussichtspunkte gekauft.
Die Schweizer nehmen es pragmatisch: so wird wenigstens ein wunderbarer alter Bau erhalten.
"The World-Gouverment of Enlightment" des Inders Maharishi Mahesh
yogisches Fliegen brauchen wir nicht.
In Uri gibts den wunderbaren Vierwaldstaetter See, die Ruetli-Wiese, wo damals die Schweiz beschworen wurde und Wilhelm Tell:
Mehr Schweiz geht nicht!
Auf dem Weg dorthin kommt man Winterthur vorbei. Dort gibt es ein tolles Fotomuseum. Zur Zeit werden da Fotos von Ai WeiWei ausgestellt.
Das wollten wir uns angucken.
Kurz vor Winterthur wurde Stefan von einer Wespe in die Schlaefe gestochen, so dass sein Gesicht so anschwoll, dass er eine vage Aehnlichkeit mit oben genannten Kunestler bekam, was in der Ausstellung doch fuer den einen oder anderen verwirrten Blick sorgte.
Ab dann: Regen, Regen, Regen...
Irgendwie haben wir viel Regen, seid wir in der Schweiz sind. Zuerst ging es noch, aber irgendwann stand das Wasser zentimeterhoch in den Stiefeln und wir waren mal wieder nass bis auf die Unterwaesche. Zum Glueck konnte Stefan mit seinem Wespenstich noch genauso gut Motorradfahren, wie sonst auch und wir erreichten im letzten Tageslicht (und stroemenden Regen) unsere Unterkunft: Eine kleine Jugendherberge ueber dem Vierwaldstaetter See, die Ruetli-Wiese um die Ecke.
Der Schluessel lag, wie verabredet, in seinem Versteck und wir hatten eine alte Almhuette fuer uns ganz alleine! War aber auch nachts ganz schoen spooky so zwischen Wald und See, Nebel und Regen.
Am naechsten Tag immer noch: Regen, Regen, Regen... Am Nachmittag kamen dann zwei junge Pilger, seid vier Tagen auf dem Jakobsweg, unterwegs nach Santiago de Compostella, vier Monate haben sie noch vor sich. Beinhart, wie Pilger wohl so sind, teilten sie sich abends eine Dose Ravioli und gingen um 8 schlafen. Heute morgen um 6 waren sie schon wieder auf dem Weg.
In der Jugendherberge
Auch die Transzendentale Meditation findet den Vierwaldstaetter See schoen und hat sich bereits 1972 ein altes Grand-Hotel an einem der spektakulaersten Aussichtspunkte gekauft.
Die Schweizer nehmen es pragmatisch: so wird wenigstens ein wunderbarer alter Bau erhalten.
"The World-Gouverment of Enlightment" des Inders Maharishi Mahesh
yogisches Fliegen brauchen wir nicht.
Freunde und Verwandte
In Zuerich dann Freunde von Stefan besucht, in der Limmat und im Zuerichsee geschwommen, gefeiert, gut gegessen und weiter gefahren.
Und zwar nach Schaffhausen.
Dort Stefans Cousin und Familie besucht, Schiffchen gefahren, den Rheinfall bestaunt und Vietnamnesische Fruehlingsrollen gemacht.
Und zwar nach Schaffhausen.
Dort Stefans Cousin und Familie besucht, Schiffchen gefahren, den Rheinfall bestaunt und Vietnamnesische Fruehlingsrollen gemacht.
Kunestlerin: Hanna Schudel, Schaffhausen
Regen
Ab dort fahren wir einen Tag komplett durch Regen!
Nirgendwo will man uns haben. Gasthoefe sind entweder zu verkaufen oder schon belegt. Wir fuehlen uns wie Maria und Josef und das Motorrad ist der Esel.
Ein Biker-Hotel nimmt uns dann auf. Ist zwar nicht billig, aber voellig durchnaesst ist uns alles egal und wir koennen unsere Motorradsachen im Heizungskeller trocknen und kriegen ein 4-Gaenge Abendessen inklusive (Sahneschnitzel und Jaegerspiess mit Roeschti -upps)
Am naechsten Tag gehts weiter durch Nebel und Regen. Die Landschaft wirkt spooky und einsam. Ich ziehe mein grelles Westchen an, damit man uns auch gut sehen kann.
Und die lange Unterhose, denn die klamme Kaelte kriecht einen ueberall hinein.
Aber jetzt ist Zuerich nicht mehr weit!
Nirgendwo will man uns haben. Gasthoefe sind entweder zu verkaufen oder schon belegt. Wir fuehlen uns wie Maria und Josef und das Motorrad ist der Esel.
Ein Biker-Hotel nimmt uns dann auf. Ist zwar nicht billig, aber voellig durchnaesst ist uns alles egal und wir koennen unsere Motorradsachen im Heizungskeller trocknen und kriegen ein 4-Gaenge Abendessen inklusive (Sahneschnitzel und Jaegerspiess mit Roeschti -upps)
gute Nacht!
Am naechsten Tag gehts weiter durch Nebel und Regen. Die Landschaft wirkt spooky und einsam. Ich ziehe mein grelles Westchen an, damit man uns auch gut sehen kann.
Und die lange Unterhose, denn die klamme Kaelte kriecht einen ueberall hinein.
Aber jetzt ist Zuerich nicht mehr weit!
Stilfster Joch
Wir haben gemacht, dass wir da wegkommen und fahren ueber Bozen und Meran zum Stilfster Joch rauf - ueber 80 Kehren (oesterreichisch fuer Kurven), rauf bis auf 2758 m - super Blick!
Da oben die beste Wurst in Senf-Sauerkraut im Roggenbrot gegessen. ich werde noch dicker!
Und auch hier: ueberall Motorradfahrer!
Spaeter dann haben wir zwei Murmeltiere am Strassenrand angetroffen, die dort dick und traege dem Motorrad hinterhersahen. Ich hab sowas ja noch nie gesehen und haette die glatt fuer Biber gehalten. Leider kein Foto, so traege waren sie dann doch nicht.
Vom Stilster Joch ging es rueber zum Reschenpass, wo Mussolini einen Fluss aufstauen liess, der vier Doerfern die Existenz kostete.
Uebernachtet bei Pfunds auf einem huebschen kleinen Campingplatz, nur halb so teuer wie der davorige, aber viel charmanter.
Dann haben wir noch einen Abstecher nach Martina gemacht.
Da oben die beste Wurst in Senf-Sauerkraut im Roggenbrot gegessen. ich werde noch dicker!
Und auch hier: ueberall Motorradfahrer!
Spaeter dann haben wir zwei Murmeltiere am Strassenrand angetroffen, die dort dick und traege dem Motorrad hinterhersahen. Ich hab sowas ja noch nie gesehen und haette die glatt fuer Biber gehalten. Leider kein Foto, so traege waren sie dann doch nicht.
Vom Stilster Joch ging es rueber zum Reschenpass, wo Mussolini einen Fluss aufstauen liess, der vier Doerfern die Existenz kostete.
Was vom Dorfe uebrig blieb.
Uebernachtet bei Pfunds auf einem huebschen kleinen Campingplatz, nur halb so teuer wie der davorige, aber viel charmanter.
Dann haben wir noch einen Abstecher nach Martina gemacht.
Montag, 18. Juli 2011
Dolomiten
Wir sind dann Richtung Brixen (Bresanone) gefahren und ploetzlich ragten aus dem Nadelwald die Dolomiten gewaltig vor uns auf.
Oben auf dem Groedner Joch nur Almwiesen, die Dolomiten und wir.
Wir sind von der Fahrerei ganz schoen muede!
Weiter unten im Tal dann die totale Zersiedelung durch die touristische Infrastruktur - das ist nicht mehr schoen!
Uebernachtet haben wir dann auf einem ****Campingplatz auf der Seiser-Alm. Sanitaeranlagen, die mit komatoeser Kaufhausmusik berieselt werden, aber nur schiefe Haenge, um das Zelt aufzustellen. Sowas braucht man nicht wirklich!
Dafuer entschaedigt uns der Blick auf die Dolomiten, die vom letzten Sonnenlicht beschienen werden.
Oben auf dem Groedner Joch nur Almwiesen, die Dolomiten und wir.
Wir sind von der Fahrerei ganz schoen muede!
Weiter unten im Tal dann die totale Zersiedelung durch die touristische Infrastruktur - das ist nicht mehr schoen!
Uebernachtet haben wir dann auf einem ****Campingplatz auf der Seiser-Alm. Sanitaeranlagen, die mit komatoeser Kaufhausmusik berieselt werden, aber nur schiefe Haenge, um das Zelt aufzustellen. Sowas braucht man nicht wirklich!
Dafuer entschaedigt uns der Blick auf die Dolomiten, die vom letzten Sonnenlicht beschienen werden.
Samstag, 16. Juli 2011
Paesse und Jochs
Von Neuschwanenstein gehts nach Oesterreich.
Ueber den Fernpass fahren wir zum Timmelsjoch, dann den Jaufenpass hoch und wieder runter. Sieht alles ein bisschen wie Island und Himalaya aus, aber ueberall gibts Tiroler Speck und Bergkaese
und Motorradfahrer gibt es inflationaer.
Tiroler Speckjause
Die Nacht haben wir auf einem einsamen Berggasthof auf 1800m verbracht.
sehr gemuetlich!
Blick aus dem Fenster, morgens halb 6
und ein Blick zurueck
Ueber den Fernpass fahren wir zum Timmelsjoch, dann den Jaufenpass hoch und wieder runter. Sieht alles ein bisschen wie Island und Himalaya aus, aber ueberall gibts Tiroler Speck und Bergkaese
und Motorradfahrer gibt es inflationaer.
Tiroler Speckjause
Die Nacht haben wir auf einem einsamen Berggasthof auf 1800m verbracht.
sehr gemuetlich!
Blick aus dem Fenster, morgens halb 6
und ein Blick zurueck
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