Freitag, 22. Juli 2011

Schweizer Kanton mit drei Buchstaben

Nach zwei Tagen Schaffhausen sind wir ueber Winterthur in den Kanton der Schweiz gefahren, den viele aus dem Kreuzwortraetsel kennen: URI

In Uri gibts den wunderbaren Vierwaldstaetter See, die Ruetli-Wiese, wo damals die Schweiz beschworen wurde und Wilhelm Tell:
Mehr Schweiz geht nicht!

Auf dem Weg dorthin kommt man Winterthur vorbei. Dort gibt es ein tolles Fotomuseum. Zur Zeit werden da Fotos von Ai WeiWei ausgestellt.
Das wollten wir uns angucken.
Kurz vor Winterthur wurde Stefan von einer Wespe in die Schlaefe gestochen, so dass sein Gesicht so anschwoll, dass er eine vage Aehnlichkeit mit oben genannten Kunestler bekam, was in der Ausstellung doch fuer den einen oder anderen verwirrten Blick sorgte.




Ab dann: Regen, Regen, Regen...

Irgendwie haben wir viel Regen, seid wir in der Schweiz sind. Zuerst ging es noch, aber irgendwann stand das Wasser zentimeterhoch in den Stiefeln und wir waren mal wieder nass bis auf die Unterwaesche. Zum Glueck konnte Stefan mit seinem Wespenstich noch genauso gut Motorradfahren, wie sonst auch und wir erreichten im letzten Tageslicht (und stroemenden Regen) unsere Unterkunft: Eine kleine Jugendherberge ueber dem Vierwaldstaetter See, die Ruetli-Wiese um die Ecke.

Der Schluessel lag, wie verabredet, in seinem Versteck und wir hatten eine alte Almhuette fuer uns ganz alleine! War aber auch nachts ganz schoen spooky so zwischen Wald und See, Nebel und Regen.
Am naechsten Tag immer noch: Regen, Regen, Regen... Am Nachmittag kamen dann zwei junge Pilger, seid vier Tagen auf dem Jakobsweg, unterwegs nach Santiago de Compostella, vier Monate haben sie noch vor sich. Beinhart, wie Pilger wohl so sind, teilten sie sich abends eine Dose Ravioli und gingen um 8 schlafen. Heute morgen um 6 waren sie schon wieder auf dem Weg.








In der Jugendherberge















Auch die Transzendentale Meditation findet den Vierwaldstaetter See schoen und hat sich bereits 1972 ein altes Grand-Hotel an einem der spektakulaersten Aussichtspunkte gekauft.
Die Schweizer nehmen es pragmatisch: so wird wenigstens ein wunderbarer alter Bau erhalten.

"The World-Gouverment of Enlightment" des Inders Maharishi Mahesh















yogisches Fliegen brauchen wir nicht.



















Freunde und Verwandte

In Zuerich dann Freunde von Stefan besucht, in der Limmat und im Zuerichsee geschwommen, gefeiert, gut gegessen und weiter gefahren.





















Und zwar nach Schaffhausen.
Dort Stefans Cousin und Familie besucht, Schiffchen gefahren, den Rheinfall bestaunt und Vietnamnesische Fruehlingsrollen gemacht.

Kunestlerin: Hanna Schudel, Schaffhausen



Regen

Ab dort fahren wir einen Tag komplett durch Regen!
Nirgendwo will man uns haben. Gasthoefe sind entweder zu verkaufen oder schon belegt. Wir fuehlen uns wie Maria und Josef und das Motorrad ist der Esel.
Ein Biker-Hotel nimmt uns dann auf. Ist zwar nicht billig, aber voellig durchnaesst ist uns alles egal und wir koennen unsere Motorradsachen im Heizungskeller trocknen und kriegen ein 4-Gaenge Abendessen inklusive (Sahneschnitzel und Jaegerspiess mit Roeschti -upps)

gute Nacht!

Am naechsten Tag gehts weiter durch Nebel und Regen. Die Landschaft wirkt spooky und einsam. Ich ziehe mein grelles Westchen an, damit man uns auch gut sehen kann.

 Und die lange Unterhose, denn die klamme Kaelte kriecht einen ueberall hinein.


 Aber jetzt ist Zuerich nicht  mehr weit!

Stilfster Joch

Wir haben gemacht, dass wir da wegkommen und fahren ueber Bozen und Meran zum Stilfster Joch rauf - ueber 80 Kehren (oesterreichisch fuer Kurven), rauf bis auf 2758 m - super Blick!




















Da oben die beste Wurst in Senf-Sauerkraut im Roggenbrot gegessen. ich werde noch dicker!


Und auch hier: ueberall Motorradfahrer!























Spaeter dann haben wir zwei Murmeltiere am Strassenrand angetroffen, die dort dick und traege dem Motorrad hinterhersahen. Ich hab sowas ja noch nie gesehen und haette die glatt fuer Biber gehalten. Leider kein Foto, so traege waren sie dann doch nicht.



Vom Stilster Joch ging es rueber zum Reschenpass, wo Mussolini einen Fluss aufstauen liess, der vier Doerfern die Existenz kostete.





















Was vom Dorfe uebrig blieb.

Uebernachtet bei Pfunds auf einem huebschen kleinen Campingplatz, nur halb so teuer wie der davorige, aber viel charmanter.

Dann haben wir noch einen Abstecher nach Martina gemacht.

Montag, 18. Juli 2011

Dolomiten

Wir sind dann Richtung Brixen (Bresanone) gefahren und ploetzlich ragten aus dem Nadelwald die Dolomiten gewaltig vor uns auf.



Oben auf dem Groedner Joch nur Almwiesen, die Dolomiten und wir.



Wir sind von der Fahrerei ganz schoen muede!



























Weiter unten im Tal dann die totale Zersiedelung durch die touristische Infrastruktur - das ist nicht mehr schoen!

Uebernachtet haben wir dann auf einem ****Campingplatz auf der Seiser-Alm. Sanitaeranlagen, die mit komatoeser Kaufhausmusik berieselt werden, aber nur schiefe Haenge, um das Zelt aufzustellen. Sowas braucht man nicht wirklich!

Dafuer entschaedigt uns der Blick auf die Dolomiten, die vom letzten Sonnenlicht beschienen werden.

Samstag, 16. Juli 2011

Paesse und Jochs

Von Neuschwanenstein gehts nach Oesterreich.
Ueber den Fernpass fahren wir zum Timmelsjoch, dann den Jaufenpass hoch und wieder runter. Sieht alles ein bisschen wie Island und Himalaya aus, aber ueberall gibts Tiroler Speck und Bergkaese








und Motorradfahrer gibt es inflationaer.





Tiroler Speckjause















Die Nacht haben wir auf einem einsamen Berggasthof auf 1800m verbracht.

































sehr gemuetlich!

                        Blick aus dem Fenster, morgens halb 6

und ein Blick zurueck

Donnerstag, 14. Juli 2011

in Bayern

In Muenchen haben wir Hari besucht. Dort muessen wir gleich aufs Fahrrad umsteigen und radeln jeden Tag ueber 30 km durch Muenchner Vororte, Parks und an der Isar entlang.








Hari erklärt mir die Schoenheiten des Fahrradfahrens

Wir essen zu viel Weisswurst und werden immer dicker.

 an der Isar
 Hari und Stefan planen die naechste Route.




Im Kloster Andechs gabs Blasmusik live...
 ... und eine warteschlange am Haxnstand.
                                              Ich bin ein Alien


 
Devotionalien aus dem Klostershop


In Neuschwanenstein waren wir auch.




mit Stefan und dem Autozug Richtung Alpen

Schlafwagen mit Fruehstueck