Donnerstag, 25. November 2010

Meine erste Kreuzfahrt


In die Halongbucht muss man einfach fahren! Aber individuell kann man sowas in Vietnam echt vergessen. Sie organisieren ihre Touristen einfach gerne. So wie frueher in den Ostblocklaendern hat man sich einer Reisegruppe anzuschliessen und wenn man die nicht moechte, wird mit grossem Unverstaendnis reagiert: Wieso denn? Wir bieten so einen tollen Service, das Rundumsorglospaket - und das wollt ihr nicht?!

Also haben wir auch den Kompletttrip gebucht: 2 Tage, eine Nacht auf einer Dschunke, inkl. Bustransfer von/bis Hotel, allen Mahlzeiten und Animationsprogramm, ohne Drinks und Trinkgelder.
Wir waren dann eine Reisegruppe von 20 Personen. Und im Bus versuchte der Reiseleiter die trueb-verpennte Stimmung durch Witzchen, nach dem Motto "Welcome on our trip to Saigon" aufzulockern, was drei Koreanerinnen in grosse Verwirrung stuerzte, die sich tatsaechlich im falschen Bus waehnten.
In Halong City ist dann ein riesiger Busbahnhof, wo unsere kleine Reisegruppe eine von hunderten war, die alle auf diverse Dschunken verklappt wurden. 
Aber immerhin, das Schiff war klein und fuer nicht mehr als 20 Passagiere ausgelegt, die Kabine war bestimmt das luxorioeseste Hotelzimmer der ganzen Reise und unsere Tischnachbarn waren zwei fidele Australier im Rentneralter. 



Touristendschunken warten auf ihre Gaeste

Die Kreuzfahrer



Verhungern und verdursten tut hier keiner




Mit diesem kleinen Holzschiffchen durch die Halongbucht zu schaukeln, eroeffnete immer neue Perspektiven auf diese einzigartige Felsenwelt. Nachts schien der Vollmond und die Schiffscrew warf die Karaokemaschine an. Stefan und ich wurden von einer leichten Wellenbewegung in den Schlaf gewiegt.




Am naechsten Tag ging es inklusive Fruehlingsrollenwickelkurs zurueck nach Halong City und von da aus mit dem Bus nach Hanoi.

Nachdem wir uns fuer zwei Tage in die Halong-Bucht abgemeldet haben, erfuhren wir bei unserer Rueckkehr von den traurigen Ereignissen in Phnom Penh. In diesem Zusammenhang wirkt mein Hanoi-Brueckenfest Blog ja etwas makaber, ist aber lediglich ein bizarrer Zufall.

Sonntag, 21. November 2010

Hanoi Brueckenfest

Hanoi ist ganz anders als Saigon. Saigon ist Boomtown, sehr asiatisch. Kaum ein Strassenzug ist aelter als 15 Jahre. Ueber all wird abgerissen und neu aufgebaut. So fragwuerdig, wie das ist, so vital wirkt es auch. Man hat das Gefuehl, in spaetestens 20 Jahren sieht die Stadt wieder ganz anders aus.

Hanoi ist aelter und wirkt deshalb irgendwie europaeisch, so konserviert im Kolonialstil, mit grosser Kathedrale und Strassencafes, denkt man, das koennte auch Paris sein.
Trotzdem natuerlich nicht Paris, dafuer viel zu bunt, lebendig,chaotisch.




Es fuehrt eine 21/2 km lange Bruecke ueber den Roten Fluss in Hanoi. Heute war dort Brueckenfest. Irgendwas zugunsten von Kindern und Kuenstlern und so. Man kann die Bruecke entlang spazieren und kriegt eine voellig andere Perspektive auf die Stadt.





































Die ausgestellten Bilder auf der Bruecke haben alle diesselbe zum Thema.
Auf den Inseln im unglaublich breiten Fluss wird Landwirtschaft betrieben.









Stefan macht sich gut im gruenen T-Shirt mit revolutionaer-roten Fahnen.











Ethnische Minderheiten und Hochzeitspaare lassen sich hier gerne fotografieren.






           von der Bruecke runter





Bei Ho Chi Minh in seinem Mausoleum waren wir heute auch noch. Leider darf man das nicht fotografieren, sondern nur schweigend, mit Haende aus den Taschen einmal um den im Glassarg ausgestellten Leichnam drumrum defilieren. Es ist ziemlich kuehl und das Licht ist gedimmt und vier junge Soldaten muessen den ganzen Vormittag davor stramm stehen. Ziemlich unwirklich das Ganze und ein bisschen gruselig.

Wo ist Ho Chi Minh?

Donnerstag, 18. November 2010

Speisekarte

Immer wieder schoen:
Speisekarten mit Fotos, die Gerichte zeigen, die so nie auf den Tisch kommen...













Das was kommt, ist dann oft ueberraschend, aber auch ganz gut.

Grundschule

Der Traum einer jeden Lehrerin: liebe Kinder, die einem zuhoeren.

Immer wieder kommen wir in Vietnam an Grundschulen vorbei. Nachmittags fluten mit weisser Bluse und blauer Hose uniformierte Kinder auf Fahrraedern die Strassen.












Die Schulen selbst sind bunt und froehlich. Man wuenscht es Schuelern als auch Lehrerinnen, dass das nicht nur huebsch aussieht.
Aber ich denke dann, dass mir das gefallen wuerde, wenn Berlins Schulen auch so eine heitere Aura haetten...


Die Schultaschen muessen draussen bleiben

 Karussels und Ernaehrungspyramiden - glueckliche Kinderwelt!

Mittwoch, 17. November 2010

Land unter

Hoi An ist ein kleines Staedtchen in Mittelvietnam, wo es, als wir nach einer 26 stuendigen Busfahrt endlich morgens um 8 ankamen, pausenlos regnete. 


Ueberhaupt die Busfahrt, sie sollte eigentlich nur 6 Stunden dauern... Als aber der Stau unendlich wurde, weil die Strasse ueberspuelt war, beschlossen die drei Busfahrer, erstmal eine Party vorne zu feiern. Liessen Essen aus der naechsten Kneipe kommen und betranken sich mit Hochprozentigen. Irgendwann waren sie so blau, dass sie uns verbliebenen 5 Fahrgaesten (die anderen waren ploetzlich alle weg) auch jedesmal Schnaps anboten, wenn wir rein oder raus aus dem Bus sind. Und wir standen und standen 8 Stunden lang. Und dann noch mal die halbe Nacht. Zum Glueck eigentlich, denn als es endlich weiterging, waren sie wieder nuechtern und es war hell, so dass wir heil angekommen sind.
Nachts um 3, irgendwo in Vietnam

Hoi An ist sehr alt und koennte sehr huebsch sein, aber man kennt solche Orte aus Deutschland (Celle, Heidelberg). Spannend war nur der Regen, der dafuer sorgte, dass nach einem Tag die halbe Stadt geflutet war, sodass die Hotelleute uns Gaeste schuechtern fragten, ob wir mithelfen Moebel in den ersten Stock zu tragen, falls das Wasser in der Nacht noch weiter steigen sollte (war zum Glueck nicht der Fall.) 
Dafuer gab es am naechsten Morgen ein Shuttleboot zur naechsttrockenen Strasse, von der wir dann weiter zum Bahnhof und dann mit dem Zug nach Hue gefahren sind.






Unterwegs in Vietnam

Der Ort Na Trang ist total langweilig. Angeblich soll man hier gut tauchen koennen, aber alles ist so touristisch erschlossen und voller Hotels, Vergnuegungsparks und sowas, dass uns total die Lust verging, uns hier in irgendwelcher Art aufzuhalten.



Also sind wir ein bisschen rausgefahren, und siehe da, das Umland ist schoen und urspruenglich und charmant. Man muss gar nicht weit fahren.










Auf dem Fischmarkt, eine Bucht weiter,
Kein Tourist zu sehen

nur wir Touristen

Countryside








 Jetzt erstmal einen vietnamnesischen Kaffee: suess und dickfluessig, eher eine Praline, und auf Eis. Dazu gibt es immer ein Glas Jasmintee aufs Haus.


ich bin erledigt!