Freitag, 3. Dezember 2010

Lost in Laos

Garkuechen im Nebel
wir sind nicht wirklich verloren gegangen, aber in Laos kommt man durch Gegenden, wo es nur fuer vier Stunden am Tag Strom gibt und schon gar kein Internet.

Ueber Sapa im chinesisch - laotischen Grenzgebiet Vietnams sind wir dorthin gelangt. Eigentlich sind wir nach Sapa der tollen Reisfelder wegen, die sich in unendlichen Terassen die Berge rauf und runter ziehen. Aber wegen Regen und Nebel haben wir davon so gut wie nichts gesehen. Bei Temperaturen um die 12 Grad gab es wenigstens ein offenes Kaminfeuer im Hotelzimmer.










Die Gegend um Sapa, wie sie laut vietnamnesischen Fremdenverkehrsamt aussieht

Die Gegend um Sapa, wie wir sie erlebt haben.

Wir sind denn bei Dien Bien Phu rueber nach Laos, ein kleiner Genzuebergang, der laut Reisefuehrer erst seit 2007 fuer Auslaender geoeffnet ist. Im ueberladenen Minibus ging es durch neblige Taeler und ein winziges Gebirgsstraesschen entlang, mehr eine Lehm- und Schotterpiste, als eine Strasse (aber sowas kennen wir ja schon aus Nepal).

Alles ist im Wandel! Unterwegs gab es riesige Strassenbauprojekte und es sah so aus, als sollte demnaechst ein Stausee die verwunschenen Taeler fluten: Nagelneue Betonbruecken und Wasserstandsanzeiger, die weit ueber dem lagen, was der Wasserstand des Fluesschens aktuell hergab.

Touristen, dicht gedraengt im Boot

In Muang Khua, dem ersten "groesseren" Ort nach der Grenze, konnte man dann ein Boot flussabwaerts nehmen - zu sagenhaften 120.000 Kipp, was etwa 12 Euro pro Nase entspricht. Anderen wurde erzaehlt, sie haetten fuer umgerechnet 100 Euro das ganze Boot zu chartern: In Laos hat man schnell begriffen, dass die meisten Touristen fast jeden Preis bezahlen!

Gelandet sind wir dann in Muang Ngoi Neua, einem Dorf, dass allein von der Tourismusindustrie lebt und nur mit dem Boot zu erreichen ist.



 Die Landschft ist gewaltig!























Mit dem Internet ist es, wie gesagt, schwierig, wenn man nur vier Stunden am Tag Strom hat. Trotzdem: seit neuestem gibt es in Nong Khiaw ein Internetcafe und

- ich war am Eroeffnungstag die allererste Kundin!



Den Strom gibts von der Autobatterie



Habe aber leider keine Verbindung zur Aussenwelt herstellen koennen :-(











Nong Khiaw am Tag...

... und am Abend





Jetzt sind wir in Luang Prabang, dieser "Perle Suedostasiens" (sagt der Reisefuehrer) und koennen beide diese Touristenkaeffer mit ihren German Bakeries, ueberteuerten Bars und Handicraftmaerkten nicht mehr sehen!
Wenn wir koennen, mieten wir morgen ein Motorrad und fahren mal dahin, wo nicht der Touristen-Trail schon seine Spuren hinterlassen hat.

2 Kommentare:

  1. Hallo Martina,
    schön, mal wieder was von Euch zu hören. Man macht sich doch schon Sorgen.....
    Sieht doch alles ganz ergreifend aus. da würde ich gerne mal paddeln gehen!
    Kommt bald wieder!

    Klaus

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  2. Gib' mir doch mal die Adress, da muss ich auch noch mal hin...

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